von Markus Grau | März 27, 2026 | Allgäu, Unternehmerstory
Praktisches Unternehmertum mit Herz:
Was du von der Street Food Allgäu Gründungsgeschichte lernen kannst? In diesem Beitrag schenken wir dieser authentischen Gründungsgeschichte unsere Aufmerksamkeit und nehmen Kern-Erkenntnisse für unsere eigenen unternehmerischen Tätigkeiten mit. Wie du es von unserer Reihe KYNB – Know your neighbour business bereits gewöhnt bist, geht es hierbei um praktisches Unternehmertum und was wir aus Erfahrungen anderer lernen und mitnehmen können. An dieser Stelle gilt unser Dank dem Gründer Patrik Schmitt, der sich in unserem Interview geöffnet und authentisch über die Entwicklungen & Herausforderungen von Street Food Allgäu berichtet hat. Was daraus geworden ist finden wir stark, also starten wir gleich einmal rein.

1. Frühe Prägung noch heute bedeutend
Patrik ist Mitgründer der Street Food Märkte im Allgäu. Gemeinsam mit Mario starteten sie Street Food Allgäu mit einer klaren Vision: Sie wollten Menschen durch Genuss und Atmosphäre zusammenbringen und dieses Erlebnis möglichst reibungslos organisieren. Durch die eigene Ausbildung erhielt Patrik diese Prägung früh. Industriekaufmann und anschließend das Tourismusstudium. Dieser Weg wirkt zwar nicht geradlinig, allerdings förderte dieser Weg das Denken, welches noch heute die Grundlage des Geschäftsmodells darstellt: „Die ideale Mischung aus Begeisterung für Erlebnisse & Menschen und reibungsloser Organisation„.
Business–Learning: Sei Dir bzgl. deiner Stärken und deiner VISION sehr klar. Je klarer du diese Dinge für Dich und deine Organisation formulieren kannst, desto nachdrücklicher / wirkungsvoller wird dein Weg. Patrik ist sich der geringen Geradlinigkeit seines Lebenslauf bewusst, allerdings schüchtert ihn das nicht ein, sondern entfachte sogar ganz bewusste Stärken während dem Aufbau seiner Organisation.
Hinweis: In unserem Management–Workshop First start with Why begleiten wir Dich bei der Erarbeitung der VISION für Dich und dein Unternehmen.

2. Der Mut zum „Einfach machen“
Das Erfolgsgeheimnis in der Startphase war die Devise „Einfach mal machen“. Diese Mischung aus Mut zur Improvisation und kaufmännischem Denken legte den Grundstein für das heutige Business. Zu dem damaligen Zeitpunkt gab es laut Patrik und seinem Mitgründer Mario deutlich zu wenig Angebot, Menschen in der Region durch besondere Events zusammenzubringen. Genau diese Lücke wollten und haben die beiden mutig geschlossen – und das mit rückblickend großem Erfolg. Die Einstellung, sich zu trauen, bereit zu sein unperfekt zu starten und auf dem Weg dann das eigene Angebot schrittweise zu optimieren, ist genau der Ansatz, den Patrik heute als Erfolgsgarant für Street Food Allgäu ansieht. Hätten er und Mario gewartet, bis sie das Gefühl gehabt hätten, dass „wirklich alles passt“, gäbe es wahrscheinlich bis zum heutigen Tag immer noch keinen ersten Street Food Markt im Allgäu.

3. Krisen als Wachstumschance nutzen
Wachstum und die Pandemie stellten das Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Patrik lernte dabei, dass auf jedes Tief ein Hoch folgt und emotionale sowie unternehmerische Flexibilität entscheidend sind. Gerade zu der Zeit, als das öffentliche Leben übergangsweise zum Erliegen kam, nutzen er und Mario die erzwungene Pause, interne Prozesse zu überarbeiten und einen ehrlichen Blick auf die Schwächen und Risiken ihres Geschäftsmodells zu werfen. Eine der grundlegenden Neuerungen in der Unternehmensstrategie war es folglich, die Zielgruppe und Ausrichtung zu erweitern: neben den Streetfoodmärkten gibt es heute auch eine Kooperation mit einem großen, regionalen Konzertveranstalter sowie Event-Caterings für Unternehmen (Firmenfeiern). Zusätzlich zu dem Wachstum / der Skalierung des Unternehmens, haben die beiden die damalige Krise genutzt, um ihr Unternehmen für die Zukunft krisensicher(er) aufzustellen. Um es abschließend 1:1 in den Worten von Patrik zu sagen: „Stillstand ist keine Option – Weiterentwicklung gehört zum Alltag“.
Business–Learning: Krisen werden erst dadurch zu Krisen, wenn du sie als rein solche ansiehst. Ansonsten bietet Dir die Krise alles um persönlich und als Organisation zu wachsen. Schaffst du es, solche Phasen zu nutzen, dich und dein bisheriges Vorgehen ehrlich zu hinterfragen, dann ergeben sich dir oftmals Möglichkeiten, das eigene Unternehmen strategisch und prozessual stärker und wirkungsvoller aufzustellen. Patrik & Mario profitieren nun lanfristig von einem breiteren Angebot und der Möglichkeit zur größeren Risikostreuung.
Hinweis: Wenn du lernen willst, solche Phasen strategisch zu steuern, unterstützen dich unser Management–Workshop Strukturen & Abläufe im Unternehmen dabei, deine Resilienz und Unternehmensführung zu stärken.

4. Die Kunst des Loslassens
Obwohl Patrik weiß, wie wichtig Teamarbeit ist, bewertet er seine Fähigkeit zu delegieren nur mit einer 4 von 10. Besonders bei eigenen Herzensprojekten fällt das Abgeben schwer, was oft zu operativem Mehraufwand führt. Aufgrund des Eventcharakters ist es nicht leicht, ein konstantes und eingespieltes Team aufzubauen, welchem man blind vertrauen und somit auf reibungslose Prozesse setzen kann. Umso wichtiger sind eine gute Planung, Kommunikation und das vor-Ort-Führen von Mitarbeitenden. Patrik sieht seine eigene Entwicklung hin zu einer immer besseren Führungspersönlichkeit als essentiellen Faktor, der es überhaupt ermöglicht, dass das Unternehmen über die Jahre derart wachsen konnte – und es in Zukunft auch weiter wird. Dadurch, dass er und Mario zunehmend nicht mehr im, sondern am Unternehmen arbeiten, ermöglicht es ihnen, das Unternehmen für die Zukunft stabil aufzustellen und schneller weiterzuentwickeln.

5. Kommunikation als Effizienzhebel
Für Patrik ist die Wichtigkeit von klarer, strukturierter Kommunikation bei einer „10 von 10“, da sie Zeit, Energie und Nerven spart. Unklare Absprachen führen direkt zu unnötiger Mehrarbeit und / oder hohen Zusatzkosten. Ein klassisches Beispiel aus Patriks Alltag sind terminliche Fehlabsprachen mit Lieferanten, wodurch es passieren kann, dass an einem Veranstaltungstag keine Ware zum Verkauf verfügbar ist – der absolute Supergau an einem Eventtag. Zudem war es für ihn in der Vergangenheit ein großer, stressiger Aufwand, alle weiteren Beteiligten (Händler/-innen, Aussteller/-innen und natürlich auch Mitarbeitende) vor den Events zu briefen und zielgerichtet zu informieren. Dies „funktionierte“ ohne wirklichen Plan, ohne Struktur und ohne den Einsatz unterstützender Systeme. Daher ist es für ihn heute entscheidend und unabdingbar, dass das Unternehmen mit der Zeit geht, sich den heutigen digitalen Möglichkeiten bedient und dadurch deutlich sicherer und strukturierter funktionieren kann.
Business–Learning: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Erleichtere dir die Arbeit, automatisiere Arbeitsabläufe und schaffe dir endlich wieder mehr Ruhe und Platz im Kopf. Denn den brauchst du, um an den wirklich wichtigen Dingen in deinem Unternehmen zu arbeiten.

6. Anpassungsfähigkeit sichert die Zukunft
Der wichtigste Erfolgsfaktor heute ist laut Patrik die Anpassungsfähigkeit an sich ständig ändernde Kundenbedürfnisse. Stillstand ist keine Option; es geht darum, echte emotionale Erlebnisse zu schaffen. Mit Blick auf die Zukunft sieht Patrik im Eventbereich zahlreiche Möglichkeiten zur Skalierung: neue Städte für Streetfoodmärkte in der Region zu gewinnen, neue Eventformate ins Leben zu rufen, sowie langfristige Kooperationen mit anderen Veranstaltern und Unternehmen aufzubauen. Was für Patrik dabei aber immer an erster Stelle steht: die Wünsche der Besucher/-innen und Kunden nicht nur zu erkennen und zu bedienen, sondern sie vor allem zu übertreffen. Denn nur so lässt sich echt Begeisterung entfachen und wahre Kundentreue aufbauen.
Mit unseren ServiceTrainings in praktischen Branchen helfen wir dir, genau diese Begeisterung bei deinen Kunden nachhaltig zu verankern.
>> Du möchtest eine Kooperation mit Patrik, Mario und Street Food Allgäu starten?
Dann kontaktiere die Jungs gerne und starte noch heute deine Zusammenarbeit für begeisterte Food-Events. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Patrik für das inspirierende Interview, wünschen dem Unternehmen und Patrik persönlich alles Gute und freuen uns auf eine eventuelle Fortsetzungs-Reihe über die Street Food Allgäu Entwicklungsgeschichte.

Markus ist selbst Unternehmer und für Optimize & Inspire als Berater & Coach in der Begleitung von eben solchen Selbstständigen aktiv. In seinen Workshop-, Beratungs- und Mentoring-Einheiten begleitet er kleine als auch mittelständische Betriebe in der Region Bayerisch Schwaben, ganz besonders dem Allgäu.
von Damian Meier | Feb. 15, 2026 | Unternehmerstory
💡 Die Gründungsgeschichte von änny: Wie prinzipientreue Haltung zum erfolgreichsten Geschäftsmodell wird
In einer Welt, die auf schnelle Profite und geplante Obsoleszenz ausgerichtet ist, erscheint die Entscheidung für Langlebigkeit, pädagogischen Wert und radikale Nachhaltigkeit auf den ersten Blick widersinnig. Doch genau diese prinzipientreue Haltung macht die Gründungsgeschichte von änny Lernspielmöbel so faszinierend. Wir beleuchten die wichtigsten Lektionen von Alina Gaidies, Gründerin von änny, und zeigen, wie ihre tiefe persönliche Überzeugung zum Motor eines Geschäftsmodells wird, das auf den ersten Blick gegen alle „gängigen Regeln“ verstößt.

*Das Bild ist ein Produkt-Prototyp
1. Das Fundament: Gegen den Strom mit klarer Überzeugung
Alina (27) stammt aus der Nähe von Wolfsburg, dem Epizentrum der deutschen Automobilindustrie. Sie beschreibt eine Umgebung, die komplett auf Sicherheit, Konzernkarrieren und klare Strukturen ausgelegt ist – das genaue Gegenteil von einer risikoreicheren Gründung. Das kulturelle Kontrastprogramm und eine Art innere Bestätigung erlebte sie im Studium und vor allem im Auslandssemester in Tel Aviv. Dort spürte sie bei allen widrigen Umständen vor Ort die Atmosphäre des „einfach mal Machens“, was sie darin bestärkte, ihren eigenen, prinzipientreuen Weg zu gehen.
- Prinzipientreue Umkehr: Während Business-Berater ihr zum „billig machen“ und „schnell skalieren“ rieten, entschied sie sich, in beinahe jedem Punkt das Gegenteil zu tun.
- Die Motivation: Ihre Haltung ist: „Jetzt erst recht!“ – eine persönliche Widerstandsfähigkeit, die zum Motor für das gesamte Projekt wird.
- Finanzielle Beharrlichkeit: Das Projekt wurde geduldig gebootstrapped ohne Fremdkapital, finanziert durch ihre Nebentätigkeit als Freelancerin.

2. Die Innovation: Langlebigkeit durch Ingenieurskunst
Das Produkt änny musste diese starke Vision einlösen. Es ist weit mehr als nur ein schönes Möbelstück; es ist ein hochintelligentes Baukastensystem, das Kinder dazu animiert freie neue Welten zu bauen. Der Kern der Innovation ist eine von Alina patentierte Möbelverbindung. Diese ist so konstruiert, dass Kinder ab drei Jahren selbstständig stabile Möbel bauen können. Die Verbindung nutzt ein Klemmsystem, das Abnutzung verhindert, da es keine Schrauben gibt, die überdreht werden können. Die technische Lösung ermöglicht erst die pädagogische Philosophie dahinter: „Das völlig freie, kreative Spiel“. Gibt man den Kindern nur die Bauteile, spielen sie stundenlang und es entstehen Erfindungen wie ein Schwingstuhl, auf die Alina selbst nie gekommen wäre.

3. Die Konfliktzone: Wenn die Bürokratie Innovation ausbremst
Dieser prinzipientreue Ansatz trifft auf ein absurdes Hindernis, das sich fast wie ein skurriles Theaterstück anfühlt und zahlreiche Unternehmer/-innen vieler kleiner und mittelständischer Unternehmen nur zu gut kennen: Die deutsche Bürokratie. Das Problem: änny ist ein Hybridprodukt (Spielzeug und Möbel zugleich).
- Normen-Paradoxon: Da änny in mehrere Kategorien fällt, muss das Produkt die Normen für alle erfüllen.
- Der Widerspruch: Das Regelwerk sieht einen solchen multifunktionalen Fall nicht vor, weshalb sich einige der über 100 DIN-Normen für Spielzeug und Möbel gegenseitig widersprechen.
- Die Kosten: Allein die Kosten für notwendige Zertifizierungen (u.a. CE-Zertifizierung) schätzt sie auf 50.000 bis 60.000 Euro.
- Ethik über Abkürzung: Alina lehnt die Nutzung von Schlupflöchern wie dem wertlosen China-Exportzeichen natürlich kategorisch ab, da dies ihrer Philosophie widersprechen würde. Als motivierte Unternehmer/-in fühlt sie sich bei diesem Thema allerdings dennoch von der EU alleine gelassen.

4. Die Strategie: Vom Erlebnis zum Marktwachstum
Entgegen vieler wirtschaftlicher Marktmechanismen. Wenn das Produkt qualitativ ewig hält, wie lässt sich dann ein nachhaltiges Geschäft aufbauen? änny setzt nicht auf Ersatz, sondern auf Erweiterung. Anstatt kurzlebigen Konsum zu fördern, schenken Eltern und Freunde Erweiterungssets für das bestehende änny-System. Das Kind wächst, das Möbel wächst mit. Alina meidet das aggressive Hyper-Scaling und setzt auf eine langsame, organische Markteintrittsstrategie. änny fokussiert sich zunächst auf den B2B-Bereich. änny soll über ein Abo-Modell in Cafés, Arztpraxen und Kitas präsent sein, um dort in einer entspannten Umgebung erlebt zu werden. Die Strategie verlangt also langes Durchhaltevermögen und Beharrlichkeit. Tugenden die vielen Menschen im Jahr 2025 schwer fallen. Alina aber glaubt an die Kraft der langfristigen Wirkung.

*Das Bild ist ein Produkt-Prototyp
5. Die Macht des „Warums“: Die Basis der Resilienz
Die Geschichte von änny wird bisher stark von der inspirierenden, persönlichen Widerstandsfähigkeit Alinas geprägt. Die Resilienz, die sie als Teenagerin brauchte, um zu sich selbst zu stehen, ist dieselbe, die sie heute benötigt, um zu ihrer langfristig wirksamen Geschäftsvision zu stehen. Diese Resilienz ist vor allem dann möglich, wenn das TEAM das eigene „Warum“ im Unternehmen sehr klar kennt. Ein klares „Warum“ ist der Kern für das nötige Durchhaltevermögen, um gegen Widerstände wie die Bürokratie bestehen zu können. Mitarbeitende die wissen wofür Sie die anstrengende lange Reisen bestreiten, können die Herausforderungen der Bürokratie ertragen und langfristig überwinden. Alina hatte in ihrem Leben bereits einmal das Glück, dass sie wertvolle (am Ende positive) Erfahrungen sammelte, wenn es darum ging zu sich und zu ihrer Sexualität zu stehen. Diese Erfahrung hilft ihr nun auf der unternehmerischen Ebene.
Tipp: Optimize & Inspire begleitet Dich aktiv bei der Erarbeitung einer eindeutigen DNA in deinem Unternehmen. Erstelle oder Schärfe die VISION deines Unternehmens und profitiere von einem Leitbild. Kontaktiere uns heute für weitere Informationen.

6. Der Blick nach Vorn: ännys Zukunftsvision
Alina und ihr Team haben trotz der immensen bürokratischen Hürden eine klare Vision für die kommenden Jahre. Sie sind angetrieben von der Mission, Innovationen voranzutreiben und nachhaltige Produkte zu entwickeln, die die Welt verändern.
änny möchte in Zukunft:
- Zertifizierungen meistern: Die größte und unmittelbarste Herausforderung ist die Finanzierung und das Bestehen aller nötigen, kostenintensiven Lizenzen und Zertifizierungen.
- Firmierung abschließen: Die Umwandlung des Projekts in eine Firma ist der nächste notwendige Schritt, auch um externe Investoren ansprechen zu können.
- Langsam, organisch wachsen: Statt schnellem Wachstum plant änny eine schrittweise Expansion, um die Philosophie und Qualität zu sichern.
- Städte erobern: Der Plan sieht vor, 2026 in Augsburg zu starten (mit 25 festen Plätzen), gefolgt von München 2026 / 2027, um den Trend anschließend aufs Land überschwappen zu lassen.
Die Geschichte von änny zeigt: Der mutigste Weg ist oft der wertebasierteste.

*Das Bild ist ein Produkt-Prototyp
🚀 Unterstütze die Vision von änny!
Möchtest du diese wertebasierte Innovation im Kindermöbel-Markt unterstützen? änny nimmt gerne Vorbestellungen unter der folgenden E-Mail-Adresse entgegen: anny.startup@gmail.com
Das BusinessLearning aus dieser Geschichte:
- Traue Dich deinen Prinzipien (argumentativen Überzeugungen) treu zu bleiben, auch wenn der Strom Dir manchmal etwas anderes signalisiert.
- Arbeite dich durch den großen Bürokratiedschungel wenn es sich am Ende lohnen könnte.
- Wachse je nach Geschäftsmodell bewusst langsam durch Bootstrapping, sorge allerdings für eine langfristige Wirkung
- Achte auf ein gemeinsames „Warum“ und kommuniziere es klar und regelmäßig in deinem TEAM.
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Hi liebe KYNB-Community, ich bin Damian und arbeite als freier Redakteur für Optimize & Inspire. Ich liebe es Euch die inspirierenden Unternehmer/-innen Geschichten präsentieren zu dürfen und bin gespannt welche tollen Persönlichkeiten hier in Zukunft noch zu entdecken sind. Viel Spaß beim Entdecken unserer KYNB-Beiträge.
von Damian Meier | Dez. 10, 2025 | Unternehmerstory
Fairtrade–Schokolade in nachhaltiger Verpackung: Wie entstand SchokoSchatz?
Vor wenigen Jahren war Bettina Winkler auf einer Kinder-Geburtstagsfeier, bei der es massenweise Schokogeschenke in Plastikverpackung gab. Sie war enttäuscht darüber, wie viel Müll bei solchen Süßigkeiten eigentlich entsteht und dachte sich: Das kann ja wohl nicht wahr sein! Also entschloss sie sich, sich nach Alternativen auf dem Markt umzuschauen. Schnell musste sie allerdings feststellen, dass es kein Produkt gibt, das ihre Vorstellungen von Fairtrade Schokolade in nachhaltiger Verpackung für Kinder erfüllt. So kam ihr die Idee, eigene Schokoprodukte mit kleinen Geschenken für die junge Generation herzustellen: SchokoSchatz war geboren.

Diese Werte & Visionen hat Gründerin Bettina Winkler
Um ein eigenes Produkt auf den Markt zu bringen, hinter dem Bettina Winkler auch selbst steht, sind ihre eigenen Werte & Visionen von Bedeutung. Ihr ist es wichtig, dass sie alle am Prozess Beteiligten fair behandelt. Deswegen will sie auf Fairtrade zurückgreifen und Verpackungsmaterialien verwenden, die der Umwelt nicht schaden. Der Schutz der Natur soll aber auch beim Produkt selbst beachtet werden. So sollen die kleinen Geschenke von SchokoSchatz nicht nur langfristig für Freude bei den Kindern sorgen. Vielmehr sollen sie auch keine ökologischen Schäden verursachen, falls sie doch einmal verloren gehen.
Bettina sieht im Schenken von Schoko-Überraschungen zudem einen Bildungsauftrag bei den Schenkenden. Ihr ist es wichtig, dass man nichts mit der Einstellung verschenkt oder dabei den Eindruck vermittelt, es wäre ein Wegwerfprodukt.
Bettina Winkler ist überzeugt davon, dass man als Unternehmer/-in den Grundsatz verfolgen muss, bei der Herstellung seiner Produkte nachhaltig zu agieren.
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Die Anfänge des Unternehmens
In der Startphase ihres Unternehmens SchokoSchatz waren die Erfahrungen aus Bettinas vorherigem beruflichen Werdegang sehr hilfreich. Sie arbeitete unter anderem im E-Commerce und hat dabei bereits Erfahrungen in der Selbstständigkeit sammeln können, indem sie Unternehmen und Start-ups beraten hat. Dieser Blick von außen ermöglichte ihr auch eine gute Einschätzung, welche Dinge man besser machen könnte.
Doch trotz ihres bereits erworbenen KnowHows konnte sie ihre Familie zunächst nicht von der Idee, ein Schoko-Startup zu gründen, überzeugen. Nur ihr 6-jähriger Sohn war begeistert, er „war Feuer und Flamme“, wie sie selbst sagt. Die weiteren Familienmitglieder musste Bettina Winkler erst noch für sich gewinnen.
Da sie zuvor noch keine Erfahrungen mit der Schokoladenproduktion gemacht hatte, musste sie sich viel Zeit für die Recherche nehmen und sich aktiv und offen nach Hilfe umschauen.
Die Startphase verlief für Bettina unter dem Motto „Unglaublich viel Neues lernen“. Damit meint sie das Wissen, das sie sich aneignen konnte und musste.
- Welche Schokolade ist geeignet?
- Was muss ich als Unternehmerin zum Thema ‚Fairtrade‘ wissen und berücksichtigen?
- Was muss ich bei ‚Bio‘ beachten?
- Wie werde ich Händlerin?
- Wer kann mir weiterhelfen?
- Auch die Suche nach einer plastikfreien Verpackung war für Bettina ein umfangreicher Prozess.
Als das Grundgerüst stand, ging es an die Entwicklung eines Prototyps. Mit diesem machte sich die Gründerin auf die Suche nach Händlern. Und das ist gar nicht so einfach, wenn man in einer Branche noch keinen Namen hat, wie Bettina betont. Erste große unternehmerische Erfolge gelangen SchokoSchatz dann in den Weltläden. Diese sind aufgrund der Fairtrade-Zertifizierung von Bettinas Schokolade als Verkaufsstelle prädestiniert. In dieser Zeit konnte sie auch einen Großhändler von ihrem Produkt überzeugen. Für den weiteren Vertrieb war dieser eine große Hilfe.

Der Absprung des Großhändlers als große Herausforderung
Gleichzeitig brachte der Großhändler dem neuen Unternehmen aber auch die erste große Herausforderung und ein wichtiges Learning. 2025 sprang dieser nämlich ab und machte Bettina deutlich, wie riskant die Abhängigkeit von einem einzigen Partner ist. SchokoSchatz machte sich also auf die Suche nach neuen Partnern und verkauft inzwischen an mehrere hundert Händler direkt. Dazu gehören Spielzeuggeschäfte und Unverpackt- oder Bio-Läden. Aber auch Supermärkte spielen in den Überlegungen zum Vertrieb eine Rolle. Diese können dabei helfen, die für den Erfolg des Start-ups wichtige Masse an Produkten zu verkaufen. Nur über spezialisierte Bio- oder Fairtradegeschäfte gestaltet sich das nämlich schwierig.
Eine weitere Herausforderung sieht Bettina Winkler in der Finanzierung und dem Cashflow-Management. Zum einen ist es je nach Lebenssituation schwierig, als Start-up an finanzielle Unterstützung zu gelangen. Zum anderen bringt die Produktionsweise von SchokoSchatz Herausforderungen mit sich. Die Produkte müssen Monate im Voraus produziert werden. So wird die Schokolade im Sommer produziert, wenn sie sich schlechter verkauft. In den Handel kommt sie dann erst im verkaufsstarken Winter.
Bettina Winkler ist sich sicher, dass in der weiteren Unternehmensgeschichte neue Probleme und Herausforderungen kommen werden. Gleichzeitig ist sie aber überzeugt, auch für diese Lösungen zu finden. Mit einem anderen gedanklichen Grundsatz könne sie ja gleich wieder mit SchokoSchatz aufhören. Und das ist nicht einfach so daher gesagt. Bettina macht deutlich, wie wichtig eine realistische Einschätzung von Schwierigkeiten und Herausforderungen ist, wenn man ein Unternehmen gründet und führt. So etwas kann immer passieren, mit der richtigen Einstellung kann man aber viel erreichen.
Möchtest Du Bettina Winkler während ihrer inspirierenden Business–Reise unterstützen und SchokoSchatz in deinem Supermarkt verkaufen? Gerne stellen wir als Trainingsagentur für praktische Service- und Führungskräfte–Trainings im Einzelhandel hier die Brücke für Dich her 👍 🛒 Kontaktiere uns

Was bedeutet eigentlich „Erfolg“?
Bei der Frage nach dem „Erfolg“ betont Bettina, wie unterschiedlich man den Begriff definieren könnte. Als Gründerin habe sie eine andere Sichtweise auf Erfolg als bei einem Job im Angestelltenverhältnis. Für ihr Start-up sieht sie einen Erfolg, wenn SchokoSchatz eine größere Sichtbarkeit und mehr Relevanz erhält. Das geschieht durch Kundenrezensionen, aber auch durch neue Händlerbestellungen. Und auch jeder Messeauftritt ist ein Erfolg, weil SchokoSchatz dort mit Kunden und Händlern in Kontakt kommen kann. Diese Feedbackmöglichkeiten sind für Bettina Winkler der wichtigste Erfolgsfaktor. Sie nutzt die Rückmeldungen als Indikator dafür, ob SchokoSchatz mit den Ideen auf dem richtigen Weg ist.
Auch Auszeichnungen können zum Erfolg beitragen. Bettina Winkler sieht in ihnen vor allem ein gutes Marketing-Werkzeug, mit dem man „angeben“ kann. Selbstverständlich freut sie sich trotzdem über Auszeichnungen wie den zweiten Platz bei den Fairtrade Awards 2024. Schließlich honorieren solche Preise auch die geleistete Arbeit.
Neben den Preisen können auch Siegel eine wichtige Rolle für den Erfolg spielen. Genauer gesagt vor allem diejenigen, die der Zielgruppe wichtig sind. Allerdings bringen Siegel auch ein Problem mit sich. Die große Anzahl an unterschiedlichen Siegel-Anbietern und Vergabemethoden sorgt dafür, dass die Kunden schnell den Überblick über die Aussagekraft der verschiedenen Aufkleber verlieren.
Letztendlich ist es ihr wichtig, Erfolg zu haben. Damit meint sie aber nicht nur, gutes Geld zu verdienen (für ein Unternehmen ist das natürlich wichtig), sondern auch, ein zufriedenstellendes Leben führen zu können.

Betrachtet man das Team hinter SchokoSchatz, sieht man, was man auch allein leisten kann. Bettina Winkler führt das Start-up nämlich ohne feste Mitarbeiter/-innen. Ihr ist es wichtig, alle Kernprozesse in der Hand zu halten. Mit Blick auf die Finanzierung sei es auch leichter zu kalkulieren, wenn man mit externen Dienstleistern arbeite. Dennoch sieht Bettina mittelfristig einen Bedarf an Mitarbeitern, die sich um die Kommunikation mit Kunden und Lieferanten kümmern können.

Wie kommuniziert man am besten mit Kunden und Händlern?
Die Kommunikation komme nämlich dadurch, dass sie allein arbeitet, oft zu kurz. Bettina nutzt natürlich dennoch viele verschiedene Wege, um diesen herausfordernden Punkt anzugehen. So verschickt SchokoSchatz Newsletter an Kunden und Händler, ist auf B2B-Messen anzutreffen und nutzt verschiedene Social-Media-Plattformen. Dazu gehört nicht nur LinkedIn, sondern auch Instagram. Dort schreibt Bettina regelmäßig kleinere Händler an und baut so den ersten Kontakt auf. Zudem können ihr Händler über ein Kontaktformular auf der Website schreiben.
Um große Partner zu gewinnen, geht aber nichts über die persönliche Interaktion. So habe man als Start-up die besten Chancen, andere von sich als Unternehmer oder Unternehmerin zu überzeugen. Allerdings betont Bettina, dass dieser Weg eben auch der zeit- und kostenaufwendigste ist.

Die Zukunft von SchokoSchatz
Trotz der verschiedenen Herausforderungen, Bettina Winkler ist dabeigeblieben und verkauft weiter ihre SchokoSchätze. Ihr großes unternehmerisches Ziel ist es, mittelfristig 1 Million SchokoSchätze pro Jahr zu verkaufen.
Gleichzeit will sie aber auch ihr Produktportfolio erweitern. So können die Edelsteine, die sich in den SchokoSchätzen finden, auch ohne die Schokolade in Upcycling-Säckchen gekauft werden.
Neben dem SchokoSchatz gibt es inzwischen auch den BadeSchatz. Hierbei handelt es sich um eine Badekugel mit einer kleinen Überraschung. Man darf gespannt sein, welche Ideen Gründerin Bettina Winkler noch kommen werden.

Dir gefallen unsere Geschichten zu spannenden Unternehmer/-innen? Abonniere unseren Newsletter BusinessInspiration und erhalte regelmäßig inspirierende Business-Inhalte für und von Unternehmer/-innen.
Hi liebe KYNB-Community, ich bin Damian und arbeite als freier Redakteur für Optimize & Inspire. Ich liebe es Euch die inspirierenden Unternehmer/-innen Geschichten präsentieren zu dürfen und bin gespannt welche tollen Persönlichkeiten hier in Zukunft noch zu entdecken sind. Viel Spaß beim Entdecken unserer KYNB-Beiträge.
von Ronja | Juni 27, 2025 | Unternehmerstory
gingerle – handgemachter Likör aus Friedberg in Bayern
Im Rahmen unserer Reihe KYNB – Know your neighbour business haben wir kürzlich das inspirierende Team von gingerle interviewt und durften tief in deren Gründungsgeschichte und die Entwicklung ihrer handgemachten Liköre eintauchen. Die Reise von einer ersten „Schnapsidee“ bis zum etablierten Produkt ist voller wertvoller Business-Learnings, die wir gerne mit dir und deinem Unternehmen teilen möchten! Tauche ein, in spontane Business-Umsetzungen, wertvolle Erfahrungen und bis heute bedeutende Rückschlüsse die Chantal & Armin durch den Start ihres Projektes gesammelt haben.

Vom Funken zur Flamme – Die Geburt einer Idee
Das Team von gingerle erzählte uns, dass alles tatsächlich mit einer echten „Schnapsidee“ bereits im Jahr 2016 begann. Der Schnaps entstand anfangs in einer ca. 2qm großen Küche in der Studentenbude. Chantal & Armin benötigten auf Hochdruck ein Geburtstagsgeschenk. Da kam die Idee des eigenen Likörs der unmittelbar im Kochtopf ausprobiert wurde. Rückblickend betrachtet war das so etwas wie die erste Version eines gingerle Likörs, der anschließend stets bei Feierlichkeiten präsent war. Die Entwicklung des „gingerle“ wurde als Hobby vorangetrieben, und es war beeindruckend zu sehen, wie die Idee als Produkt umgesetzt wurde und bei den beiden Gründern immer mehr Spaß entfachte. Aus Witzchen am Lagerfeuer in Friedberg (Während der Friedberger Zeit 2023) wurde ab Januar 2024 ernst: „Könnte der gingerle offiziell in Friedberg und der Region verkauft werden?“. 2 Jahre später (2025) verkaufen Chantal & Armin selbst bei der Friedberger Zeit (Historisches Fest in Friedberg) und die Marke wird zusätzlich in mittlerweile 20 Läden und Gastronomien vertrieben.

Ein besonders einprägsamer Moment für das Team war, als sie die erste verkaufsfertige Flasche in ihren Händen hielten. Dies war ein echtes Highlight am Ende des Tages, denn es machte Chantal & Armin bewusst, wie viel Arbeit in einem solchen Produkt steckt – von der Rezeptur über Produktion, Design, Abfüllen und vielem mehr. Beide erkannten: Eine Idee kann tatsächlich als Produkt umgesetzt werden. Ein früher und sehr motivierender Erfolg war auch der Moment, als sie ein Schaufenster in Friedberg (vom Fass) komplett mit ihrem gingerle dekoriert sahen. Diese schnellen Erfolge und das Erleben, wie ihre „Schnapsidee“ zur Realität wurde, beflügelt bis heute.
Business–Erkenntnis: „Einfach mal Wagen“. Externe Beobachter und Leser/-innen hätten den mutigen Schritt von Chantal & Armin evtl. nicht gewagt. Doch nur wer wagt, der / die kann auch wachsen und Chancen & Möglichkeiten entwickeln. Chantal glaubt sogar, dass der frühe (teils naive) Start langfristig hilfreich war, denn nur durch die täglichen Herausforderungen war Sie bereits früh gefordert an Lösungen zu arbeiten. Wenn du einmal drin bist, gibst du weniger schnell wieder auf. Frühzeitiges Wagen und schnelles Lernen ist also unsere erste Business-Erkenntnis durch den Beitrag zu Gingerle.

Auf dem Prüfstand – Herausforderungen und die Rolle des Supports
Doch wie es im Unternehmertum oft der Fall ist, ließen die ersten echten Herausforderungen nicht lange auf sich warten. Eine der größten Hürden, die das gingerle-Team zu Beginn meistern musste, waren Probleme mit dem Finanzamt. Das Amt schien die interne Kommunikation vernachlässigt zu haben, sodass Gingerle unter zwei Unternehmensvorgängen monatelang zu Klärungen aufgefordert wurde. Letztlich stellte sich heraus, dass selbstverständlich ein Unternehmensvorgang für eine Gesellschaft / Firmierung völlig ausreichend ist. Sie berichteten uns, dass dies eine komplett neue Facette für sie war, mit der sie sich plötzlich auseinandersetzen und in die sie sich einarbeiten mussten. Solche Momente erfordern nicht nur gute Nerven und Durchhaltevermögen, sondern auch den Glauben an die eigene Idee, wenn äußere Umstände Gründern das Leben schwer machen.
Zwei wichtige Business–Erkenntnisse, die wir aus dem Gespräch mit Gingerle ziehen konnten:
- „Lass dich niemals von anderen / Umständen entmutigen, die deine Ideen schlechtreden oder versuchen, dich von der Umsetzung abzubringen. Die Herausforderungen mit dem Finanzamt konnten nach mehrmaligen Schriftverkehr und zahlreichen Gesprächen behoben werden, heute verbuchen Chantal & Armin diese Geschichte als wertvolle Lernerfahrung, damals fühlte es sich einfach nur unnötig und anstrengend an.
- Schaffe außerdem ein Umfeld um dich herum, dass Dich unterstützt und an Ideen & Möglichkeiten glaubt, anstatt immer nur alles schlecht zu reden. Vernetze Dich daher mit ähnlich denkenden Personen.
Aktuell steht gingerle vor der Herausforderung, Platzierungen in Supermärkten und im Großhandel zu erhalten. Doch dabei darf man die Wichtigkeit kleiner, lokaler Märkte keineswegs unterschätzen, besonders wenn man regional verwurzelt ist und überregional vertreten sein möchte. Kleine Referenzkunden sind meistens die Vorstufe für spätere Wachstumsphasen. Seit 2025 ist Gingerle auch bei EDEKA Wollny in Friedberg präsent und vereinzelte s’Fachl Läden führen den Likör ebenfalls. Es geht also Schritt für Schritt in eine sehr interessante Richtung.

gingerle-Verkauf und der ServiceGedanke
Chantal & Armin verkaufen ihren gingerle Likör über unterschiedliche Einzel- oder Verbundshändler/-innen in ganz Deutschland. Das bedeutet, die beiden müssen sich darauf verlassen, dass die Händler/-innen ein gutes Gespür / Qualitätsverständnis für 2 Themen haben:
a) den Aufbau (die Präsentation) der Gingerle Liköre
b) das Fachwissen zum Likör, sollten die Kunden speziellere Nachfragen zum Produkt haben.
Zusätzlich sollten Händler/-innen im Idealfall die gleiche Leidenschaft wie die Gründer haben, wenn es darum geht den Extrameter für den Kunden zu gehen, damit dieser letztlich an sein Produkt und die gewünschte Menge kommt. Alles was es dafür benötigt, ist eine gute Absprache zwischen Gingerle Liköre und den verschiedenen Händlern. Chantal erwähnt auch, dass bereits die Auswahl des richtigen Partners einen großen Unterschied bei diesen Themen macht. Explizite ServiceTrainings inklusive vermitteltem Fachwissen zum Getränk führen sie derzeit noch nicht durch. Die wertvollste Informationsquelle zum Likör bleibt weiterhin das eigene Etikett 🙂
Business–Erkenntnis: Mache Dir auch darüber Gedanken, wie du deine Geschäftspartner professionell abholen & vorbereiten kannst, damit deine Marke konsistent hochwertig verkörpert wird. Wenn dein Produkt bereits selbst ausreichend Informationen enthält, vereinfachst du für den / die Händler/-innen den Verkauf.

Erfolg schmeckt süß – Meilensteine, die beflügeln
Trotz der Herausforderungen hat gingerle bereits viele kleine und große Meilensteine in relativ kurzer Zeit erreicht, die für sie den Erfolg ausmachen. Steigender Umsatz und finanzieller Erfolg sind für Sie nur eine Seite der Medaille und bringen langfristig eher den Vorteil, sich immer mehr um sein eigenes „Baby“, in nahezu Vollzeit, kümmern zu dürfen. Die Arbeit im aktuellen Hauptjob kann also gezielt reduziert werden. Es sind die Erfahrungen und gemeinsam erreichten Meilensteine, die Chantal & Armin ganz besonders ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Neben den unvergesslichen Momenten zum ersten Mal, die verkaufsfertige Flasche in den Händen zu halten, das eigene Schaufenster zu sehen, neue Listungen bei Händlern zu erreichen, ist dieses besondere Gefühl die eigene erste Idee wachsen zu sehen, das was die beiden ganz besonders beflügelt.

Die detaillierte Arbeit während der Entwicklung dieser Marke ist dabei unvorstellbar – von der Rezeptur über Produktion, Design, Abfüllen und vielem mehr. Die Beiden werden auf unterschiedlichsten Ebenen gefordert, was Ihnen in dieser Abwechslung auch besondere Freude bereitet. Das große gemeinsame ZIEL der Beiden für die kommenden Jahre: Neben der verstärkten Selbstverwirklichung noch viel mehr Menschen von dem eigenen Likör gingerle begeistern zu können und auf diese Weise auch den bisherigen Kritikern zeigen zu können, welche Möglichkeiten entstehen, wenn Du dich an Themen heranwagst und diese Schritt für Schritt angehst.
Wenn die Beiden während diesem Weg auch Inspiration für andere Unternehmer/-innen und Gründer/-innen sind, umso besser 🙂
Business-Erkenntnis: So wie Chantal & Armin, male Dir ein konkretes Zukunftsbild aus, dass dich persönlich emotional antreibt. Auf diese Weise motivierst du Dich durch dein Zielbild auch in anstrengenderen Phasen.

Markenaufbau und Social Media
gingerle setzt Social Media gezielt zum Markenaufbau ein. Für zahlreiche Unternehmer/-innen ist das ein spannendes Beispiel dafür, wie digitale Sichtbarkeit effektiv genutzt wird: gingerle betrachtet Social Media (Instagram) nicht nur als einen von vielen Kanälen – es ist ihr Hauptwerbeinstrument und rundet ihr Gesamtpaket strategisch ab. Besonders die regelmäßigen Verlinkungen durch Partner und Netzwerkkontakte sorgen für eine stetig wachsende Reichweite. Die integrierte Shopfunktion unterstützt zudem direkt die Conversion, was die Plattformen auch verkaufsseitig attraktiv macht.
Gründerin Chantal sagt, der Kanal SocialMedia ist für ihre Markenstrategie zentral. Für die Zukunft setzen sie auf gesundes Wachstum, eine stabile, engagierte Community und nachhaltige Interaktion – lieber weniger, aber relevante Follower statt Masse ohne Mehrwert. Ein Ansatz, den wir nur unterstreichen können: Qualität vor Quantität, auch im digitalen Raum.
Business–Erkenntnis: Verwende auch in 2025 noch die unzähligen Möglichkeiten von SocialMedia. Konzentriere Dich allerdings auch bei diesem Thema auf wenige Kanäle und bearbeite diese lieber richtig und mit Tiefenqualität. Dann entwickelst du eine Community für deine Marke die gerne interagiert. Das macht Spaß, motiviert und trägt deine Marke in die Welt.

Ausblick bei Gingerle
Mit gingerle durften wir mal wieder ein junges Unternehmen aus dem Bereich „Food“ kennenlernen. Das Interview machte großen Spaß und wir spürten den positiv motivierenden Spirit der beiden Gründer. Chantal & Armin wollen mehr Menschen von ihrem Likör gingerle begeistern und auf diesem Wege gerne so vielen Menschen wie möglich zeigen, dass „Machen“ mehr Wert ist als pessimistische Analysen und Gedanknansätze. Menschen durch ihren eigenen Weg zu motivieren Dinge auszuprobieren, das gefällt Chantal & Armin. Dürfen Sie sich beide mit der Zeit immer mehr ihrem Herzensprojekt widmen und die Arbeitszeit im Hauptberuf reduzieren, ist eine Win-Win-Situation entstanden 🙂
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Ich bin eine selbstständige Content-Creatorin, die auch im Auftrag von Optimize & Inspire interessante Inhalte für kleine und mittelständische Unternehmen aufbereitet.
von Ronja | Juni 16, 2024 | Unternehmerstory
Ein Stück Frankreich im Stuttgarter Westen
Ein positiv überraschendes Kundenerlebnis ist der Hauptantrieb der Gründerin von „Chez Ginette“ im Stuttgarter Westen.
Stell dir vor, du flanierst durch die Straßen des Stuttgarter Westens und plötzlich umgibt dich der unwiderstehliche Duft von frisch gebackenem Baguette und erlesenem französischem Käse. Das ist das Werk von Katharina, der treibenden Kraft hinter „Chez Ginette“. Ihr Ziel? Ein kleines Stückchen Frankreich in Stuttgart zu zaubern – und das hat sie mit Bravour geschafft! Heute tauchen wir ein in die inspirierende Welt von „Chez Ginette“ – dem französischen Feinkost-Hotspot im Herzen des Stuttgarter Westens.

Keine leichten Voraussetzungen
Alles begann mit einer Idee, einer Prise Mut und einer Portion Hingabe. Geschäftsführerin Katharina wollte französischen Käse und den Deutschen so liebgewonnene Baguettes und Croissants in den Mittelpunkt stellen. Aus einem kleinen Laden mit Käsetheke und Bäckerei wurde im Laufe der Zeit ein regelrechtes Paradies für Frankreich-Feinschmecker. Aber wie kommt man an die feinsten französischen Köstlichkeiten? Sie hat gegen alle Widrigkeiten gekämpft, um die feinsten Delikatessen über die Grenzen zu schmuggeln (nicht wirklich, aber du weißt, was wir meinen). Französische Unternehmen, die sich wie französische Kater in ihrem gemütlichen Körbchen sonnen, sind nämlich nicht unbedingt von Exportträumen beseelt. Da hat man’s mit Vorurteilen zu tun. Ein paar Unternehmen haben zwar mitgezogen, aber die skeptischen Blicke waren schwer zu übersehen. Mit Überzeugungskraft, Entschlossenheit und einer großen Portion Leidenschaft hat sie dennoch Partnerfirmen gewonnen und ein Netzwerk aufgebaut, das nicht nur geschäftlich, sondern auch menschlich bereichert.
Business-Erkenntnis:
Nutze dein Netzwerk als Unternehmer/-in eines kleinen oder mittelständischen Unternehmens. Baue es Schritt für Schritt auf, pflege es hin und wieder ganz bewusst und wachse gemeinsam mit deinen engsten Kooperationspartnern. Getreu dem Motto: „Wachstum macht vor allem Spaß, wenn man es mit anderen teilen kann“ ,wächst du auf diese Weise langfristig & nachhaltig. Dir fällt es bisher schwer neben der Selbstständigkeit ein echtes Netzwerk aufzubauen? Vielleicht ist unser BusinessInspiration Newsletter ein Anfang für Dich. Erfahre mehr solcher Unternehmensgeschichten wie Chez-Ginette und lerne durch die Beobachtung von Gleichgesinnten.

Französische Wurzeln tragen Früchte
Die Wurzeln von „Chez Ginette“ reichen bis zu Katharinas Ausbildung zurück. Sie ging den klassischen Weg und absolvierte eine Hotelfachschule in Luzern. Für ihr erstes Praktikum packten sie ihr französischer Familienhintergrund und sie reiste nach Frankreich, genauer gesagt nach Lyon, um in einem Sternerestaurant in der Küche zu arbeiten. Dort begegnete sie nicht nur den kulinarischen Geheimnissen Frankreichs, sondern auch einer Prise Perfektionismus von ihrem japanischen Küchenchef. Ein besonders stolzer Moment dieser Zeit war, als der Küchenchef Katharina nach 3 Monaten erlaubte, sein persönliches Messer zu verwenden. Das war und ist bis heute für den damaligen Chef nicht nur ein Werkzeug, sondern ein Heiligtum und damit als symbolische Geste des Vertrauens zu werten. In einer Küche, in der die Menschen kamen und gingen, blieb Katharina über 4 Monate – länger als die meisten. Diese Erfahrung hat sie geprägt und ihre Hartnäckigkeit für die kommenden Aufgaben des Lebens gestärkt.
Die französische Verbindung in Katharinas Leben geht noch weiter. Ihre Familie stammt aus verschiedenen Teilen Frankreichs – Lyon, Paris, Bretagne – diese Vielfalt floss in ihre Leidenschaft für die französische Küche und Kultur ein. Sie trug diese Geschichten und Aromen mit sich, als sie nach Deutschland zurückkehrte. Die Reise führte sie schließlich in das wunderschöne Stuttgart, wo sie ihr drittes Praktikum im Waldhotel absolvierte. Dieser Ort war anders, liebevoller und ruhiger. Hier lernte sie nicht nur kulinarische Fähigkeiten, sondern auch den wertvollen Umgang mit Mitarbeitern und den Teamgeist kennen. Die Saat für ihre Zukunft war gepflanzt.
Business-Erkenntnis:
Für das Leben als Unternehmerin erweisen sich beide Erfahrungen für Katharina als unfassbar wertvoll. Die Verbindung von Perfektionismus und Vertrauen, wie sie es in der Küche lernte, prägt ihre Führung noch heute. Die Vielfalt ihrer französischen Wurzeln inspiriert ihre kulinarische Leidenschaft und kulturelle Offenheit. Das ruhige Waldhotel lehrte sie wertvolle Teamdynamik und ausgeglichene Mitarbeiterführung. Diese Erkenntnisse bilden das Fundament ihres eigenen Weges und sind fester Bestandteil der Kultur von Chez Ginette. Ihren unternehmerischen Hauptantrieb hat Katharina mit dieser Mischung gefunden, denn die kulturellen Unterschiede und die Offenheit für Neues vermittelt Sie noch heute gerne ihren Kund/-innen.

Der Spaß & die Motivation am Kundenerlebnis
Die Idee für „Chez Ginette“ entstand aus einer Leidenschaft für feine Lebensmittel und der Sehnsucht, die Geschmäcker und Düfte ihrer französischen Wurzeln mit Stuttgart zu teilen. Ihr Lädchen ist nicht nur ein Ort des Verkaufs, sondern eine Oase für französische Erlebnisse. Mit einem herzlichen Lächeln und Begeisterung für die Produkte berät sie ihre Kunden, als wären sie alte Freunde. Sie beweist, dass persönlicher Kontakt und Herzlichkeit den positiven Unterschied im Kundenerlebnis machen. Ihr Hauptantrieb: „Den Kunden immer und immer wieder etwas Neues, Gutes anbieten zu können, das man sonst in der Region nicht kaufen kann“. Und auch hierbei sind bestimmte Produkte Selbstläufer, andere eher Fehlgriffe. Individuell zusammengestellte Geschenkkörbe mit französischen Feinheiten sind der Renner. Französische Pasta wird derzeit noch eher seltener gewählt: „Kein Hahn kräht nach französischer Pasta, weil alle italienische Pasta haben!” Doch trotz auch solcher Erfahrungen hieß die Devise: Aus gegenwärtigen Rückschlägen werden wertvolle Lektionen für eine blühende Zukunft.
Hinter „Chez Ginette“ stecken Katharina, ihr Ehemann und 5 weitere Angestellte und Aushilfen, darunter auch Katharinas Mutter. Katharina ist nicht nur eine Führungskraft, sondern eine Macherin. Sie hat gelernt, Verantwortung abzugeben und gleichzeitig ihre Spezialgebiete zu behalten. Diese lebt sie auf 4-5 Messen pro Jahr, beim Einkauf und in der Dekoration des Ladens vollkommen aus. Authentizität ist ihr Credo, und das spüren nicht nur die Kunden, sondern auch ihr Team.
Business-Erkenntnis:
Um diesen Spirit bei „Chez Ginette“ beibehalten zu können, muss die Einarbeitung neuer Mitarbeiter intensiv gestaltet werden. „Es reicht nicht, es einmal zu erklären. Es ist ein Prozess. Das habe ich anfangs noch völlig unterschätzt.“ Außerdem unterschätzt man gut und gerne den Aufwand für Social-Media-Marketing. Katharina gesteht, dass auch ihre „Chez Ginette“ Instagram-Seite manchmal etwas unter „Geschäftigkeit“ leidet. Aber das ist Teil des Unternehmertums– man jongliert mit verschiedenen Aufgaben und manchmal fällt eben etwas für den Moment herunter. Zudem ist es nicht immer leicht, die Verantwortung in bestimmten Bereichen abzugeben. Aber die Erkenntnis „Die Kollegen machen das vielleicht anders, aber nicht schlechter“, hilft Katharina mittlerweile sehr, große Teile des Geschäfts bei „Chez Ginette“ ihren Mitarbeitenden anzuvertrauen.
100% Qualität & Erlebnis gibt sie auch bei ihren lokalen Wein- und Käse-Events, die in regelmäßigen Abständen im Lädchen stattfinden. Davon erzählt sie uns besonders stolz, denn sie lassen ihr Gastronomen-Herz höher schlagen. Es ist die perfekte Kombination von Einzelhandel, Gastronomie & Erlebnis. Guter Wein, leckerer Käse, toller Service, persönlicher Austausch und glücklich beseelte Kunden – darin geht Katharina voll und ganz auf.

Mit Leidenschaft, Entschlossenheit und einem Hauch Mut zum Erfolg
Ihr größter Stolz? Ihr Kundenstamm, der wie eine kleine Feinschmeckerfamilie ist. Katharina ist nicht einfach in das französische Netzwerk geschlüpft, sie hat es mit Stil erobert. Von Wein- und Käse-Events bis hin zu ausgewählten Caterings hat sie ihre Spuren bereits im kulinarischen Stuttgart hinterlassen. Auch wenn das der ein oder anderen Konkurrenz im Raum Stuttgart voraussichtlich (das vermuten wir lediglich) nicht immer gefällt.
Auf die Frage, was denn ihr liebstes Produkt bei „Chez Ginette“ sei, fällt die Antwort schwer. Letztendlich entscheidet sie sich tatsächlich für ausgewählte Accessoires und Dekoration. Käse und Wein liebt sie sowieso und gibt unserem Interviewpartner gleich einen Einblick in ihr Fachwissen. Zu hochwertigen essbaren Produkten findet man im Lädchen auch immer den passenden Wein. Geht es um den Alltag, trinkt Katharina ebenfalls gerne Wasser aus den ganz besonderen „Fischkaraffen“, die beim Ausschenken ein gluckerndes Geräusch machen und auch optisch ein Hingucker sind. „Solche Karaffen sorgen stets für gute Stimmung am Tisch!“
Business-Erkenntnis:
Was können wir aus dieser genussvollen Reise mitnehmen? Für all die kleinen und mittelständischen Unternehmen da draußen: „Erfolg bedeutet nicht zwangsläufig, das Rad neu erfinden zu müssen, sondern mit Leidenschaft und Liebe zum Detail die ZIELE zu verfolgen. Katharina hat uns gezeigt, dass eine großartige Idee, kombiniert mit Entschlossenheit, einem Hauch Mut und viel Herzblut den Weg zum Erfolg ebnen kann. Vorläufige Fehler? Sind nur Chancen es anschließend besser machen zu können. Rückschläge? Können in der Nachbetrachtung Meilensteine auf dem Weg zum langfristigen Erfolg sein.
„Chez Ginette“ hat mit Katharina seine Werte und die eigene Business DNA gefunden. Diese Werte geben Katharina und dem Team jeden Tag aufs neue die nötige Motivation, die es braucht, um ein Unternehmen langfristig erfolgreich aufzubauen. Ein klar formuliertes Leitbild schenkt Chez Ginette Orientierung im Alltag. Optimize & Inspire hilft auch gerne Dir und deinem kleinen oder mittelständischen Unternehmen bei der Findung deiner Business-DNA. Durch unseren Management-Workshop „First start with Why“, entdeckst du dein „Warum“ und deinen täglichen Antrieb bei der Entwicklung deines Unternehmens.
Ich bin eine selbstständige Content-Creatorin, die auch im Auftrag von Optimize & Inspire interessante Inhalte für kleine und mittelständische Unternehmen aufbereitet.
von Ronja | Juni 6, 2024 | Unternehmerstory
Optimize & Inspire @ „Cupcakes & Bagels„: ein virtueller Besuch der Nachbarschaft
Keine zwei Kilometer Fußweg vom Optimize & Inspire Co-Working-Office [bis 03/2024] entfernt befindet sich das Café voller süßer und salziger Versuchungen. „Cupcakes & Bagels“ liest man neben der Tür und weiß sofort, worum es geht. Als unser Gründer Alex das erste Mal am Café vorbeischweift interessiert ihn vor allem eines: Wie kam es zu diesem außergewöhnlichen Café in Stuttgart? Welche unternehmerische Geschichte steckt dahinter? Und vor allem: Welche Persönlichkeit steckt hinter dem / der Schöpfer/-in von „Cupcakes & Bagels“?
Wir haben Tihana Canjuga, der Gründerin von „Cupcakes & Bagels“, in einem lockeren Austausch die ein oder andere Frage gestellt. Dabei durften wir feststellen, dass „Cupcakes & Bagels“ viel mehr als ein kleines Café in Stuttgart am Hölderlinsplatz ist. In der Marke, die übrigens geschützt ist, steckt jahrelange Leidenschaft, viel Herzblut und Mut, noch mehr Arbeit und eine große Portion stetige Optimierung & Inspiration!

Nicht nur irgendein Café in Stuttgart
2015 hieß es für Tihana und ihren Mann „Tschüss Kroatien“ und „Hallo Stuttgart“. Mit der Liebe für das Backen im Gepäck verließ eine bekannte Food-Bloggerin Kroatiens ihre Heimat und fasste Fuß in Deutschland. 6 Jahre zuvor begann die Geschichte von „Cupcakes & Bagels“. Gebacken wurde damals zu Hause, in der Küche, für Freunde und Familie. Durch das wachsende Interesse an Design und Fotografie entstand der erste eigene Food-Blog. Mit der Zeit sammelten sich die Leser*Innen und das Interesse an ästhetischen, süßen Stücken stieg. Auch Firmen wurden langsam aufmerksam und so wurde Tihana zur ersten Food-Bloggerin Kroatiens, die eine bezahlte Kooperation erhielt. Reich werden konnte man damit damals aber nicht. Den größten finanziellen Wert brachte die Kooperation mit „KitchenAid“ in 2014, welche ihr eine eigene Küchenmaschine und eine zum Verlosen unter ihren treuen Leser*Innen zur Verfügung stellten. Der erste Erfolg!
Inzwischen verkaufen Tihana und ihr Team (insgesamt stehen hinter „Cupcakes & Bagels mittlerweile 12 Leute!) täglich Hunderte frisch gebackene, von Hand gezauberte Cupcakes, belegte Bagels, Macarons, CakePops, Cookies, feinen Kaffee uvm. Dabei landen die süßen und salzigen Stückchen nicht nur auf den Tischen des Cafés in Stuttgart, sondern auch bei Geburtstagsfeiern, Taufen, Babyshowern, Hochzeiten, JGA’s, Kommunionen und Konfirmationen sowie diversen Firmenveranstaltungen. Der Bedarf nach liebevoll hergerichteten Köstlichkeiten von Cupcakes & Bagels, hat sich also stetig gesteigert.
Learning für Dich als Unternehmer/-in: Passe deine Aktivitäten stets an die Entwicklungen deines Umfeldes an. Spüre Tendenzen & Trends und reagiere passend auf diese. Damit Dir das bestmöglich gelingt? Nimm Dir immer wieder mal Zeit zur Reflexion deiner eigenen Situation. Dann ergeben sich immer wieder neue Möglichkeiten in deinem Leben die du wahrnehmen kannst. Viel Spaß bei der Reflexion und den wahrgenommenen Möglichkeiten 😉

Viele Höhen, ein paar wertvolle Tiefen
Eine Eröffnung während der Corona-Pandemie. Klingt riskant, war es eventuell auch, aber es blieb nichts anderes übrig. Eigentlich war die Eröffnung bereits 2019 geplant. Der Businessplan stand, die Finanzierung lief und auch die Fläche für das Café in Stuttgart war schon gemietet. Doch dann die Bremse: die Genehmigung, um darin ein Café zu eröffnen, fehlt. Und das, obwohl zuvor eine Bäckerei inkl. Café ansässig war. Direkt zu Beginn galt es die bisher größte Herausforderung zu überwinden. Die deutschen Behörden.
Der Marathon begann und unzählige Behördengänge sowie einige verlorenen Nerven später gab es im Mai 2020 mit fast einem Jahr Verspätung endlich das „Go“. Der einzige Haken: die Pandemie war im vollen Gange. „Es gab keine andere Wahl. Für das Warten auf Corona-Hilfen vom Staat war keine Zeit, also durchziehen!„. Ab diesem Moment war „Cupcakes & Bagels“ durchgehend geöffnet – natürlich nur „To Go“ oder mit Vorbestellung auch per persönlicher Lieferung.
Getrieben vom bis dahin herrschenden finanziellen Druck und der Leidenschaft, endlich den eigenen Traum zu leben, entstanden in dieser Zeit viele Produkte, die es heute noch gibt. Die farbenfrohen Cupcakes, Bagels und Frühstücksboxen waren für die vom Lockdown geplagten Kunden ein willkommener Mood-Booster. „Cupcakes & Bagels“ legte daher von Tag 1 an einen Raketenstart hin und kann diesen Erfolg bis heute halten.
Ganz unschuldig an diesem Erfolg ist das soziale Netzwerk Instagram nicht. In der Plattform hat Tihana den für sich perfekten Marketingkanal gefunden. Durch ihre Liebe zu Design und Fotografie kann sie etwa 14.000 Menschen auf dem „Cupcakes & Bagels“-Account begeistern. „Ich lebe quasi von Instagram“ – Denn knapp 90% der Kundschaft wird durch die Bilder und Videos auf ihre Leckereien aufmerksam. Aber das tägliche Teilen ihres Erfolges hat ab und an auch negative Seiten. „Ich habe immer öffentlich geteilt, dass ich mir meinen Traum erfüllt habe“. Besonders während der Pandemie spürte sie ab und an den Neid der Mitbewerber. Und trotzdem hat Tihana immer einfach weiter gemacht.
Learning für Dich als Unternehmer/-in: Herausfordernde Zeiten wie die Pandemie gibt es immer wieder. Wichtig ist dabei: Erkenne auch in diesen Situationen die bestehenden Potenziale und passe dein Handeln an diese an. Denn so entfachst du eine Wirkung für Dich und dein Business. Tihana erkannte das Potenzial von Social Media und setzte es gewinnbringend für sich und die Idee ein. Neidern zum Trotz zog Sie auf diese Weise ihre Ideen durch und sammelte wertvolle Erfahrungen, die die Neider auch erstmal alle sammeln müssten 😉

Den eigenen Werten und Zielen treu bleiben
Eine fehlende Genehmigung, die Pandemie und der Neid der Mitbewerber. All das hat „Cupcakes & Bagels“ nicht davon abgehalten, den eigenen Werten treu zu bleiben und die eigenen Ziele zu verfolgen, beziehungsweise zu übertrumpfen. Optimize & Inspire hilft kleinen und mittelständischen Unternehmen, ihre leitenden Werte zu identifizieren und in jedem neuen Tag das eigene „Warum“ des Unternehmens zu finden. Unser Werte-Workshop „First start with Why“ richtet sich an die Managementebene und wirkt für Dich und dein Unternehmen langfristig. Eine klar formulierte Vision (das Warum) schenkt Dir anschließend Orientierung im Alltag, stützt Dich in der praktischen Führung und schenkt deinen Mitarbeitenden einen Sinn im Arbeitsalltag. Erfolgreiche Unternehmen strahlen dieses klare Leitbild sogar bereits bei den Stellenausschreibungen aus. So findest du geeignetere Mitarbeitende für deine Organisation. Kontaktiere uns und wir setzen uns zeitnah mit dir in Verbindung!
Du möchtest mehr zu Cupcakes & Bagels erfahren? Schon bald erwartet Dich ein zweiter Teil der Cupcakes & Bagels Geschichte.
Ich bin eine selbstständige Content-Creatorin, die auch im Auftrag von Optimize & Inspire interessante Inhalte für kleine und mittelständische Unternehmen aufbereitet.